Halbzeitbilanz der D2
12.12.2011 | D2-Jugend
Die Hinrunde ist beendet, somit ist es an der Zeit, die Entwicklung und Leistung der D2 für das Halbjahr zu beurteilen - und diese Beurteilung fällt überwiegend positiv aus. Kein Wunder, wenn man mit sieben Siegen und zwei Niederlagen die Herbstmeisterschaft feiern darf, und das noch mit den meisten geschossenen Toren (44) und den wenigsten Gegentoren (11) in der Gruppe. Mehr jedoch als nackte Zahlen soll die Art und Weise gewertet werden, wie die Mannschaft in den neun Spielen aufgetreten ist - denn dieser Punkt zählt mehr als jedes Ergebnis!
Vom ersten Spiel an war zu erkennen, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht. Und dabei ist es egal, welche Spieler spielen. Das Motto der blauen Teufel: \"einer für alle, alle für einen\" darf in diesem Zusammenhang wörtlich genommen werden, unabhängig vom Leistungsstand oder Leistungsvermögen einzelner. Die Stärke des Teams von 17 Spielern(-innen) liegt im Team und nicht darin, über einige wenige Ausnahmespieler zu verfügen. Das macht es für jeden Gegner schwer, gegen die D2 des ASV zu bestehen. Bis auf die Partie gegen Hockstein haben die Süchtelner das Geschehen auf dem Platz nahezu über die gesamte Spieldauer klar dominiert, waren das aktivere, aggressivere und spielerisch bessere Team. Vor allem spielerisch! Es war in etlichen Partien eine wahre Freude, wie die Höhenkicker den Ball und Gegner laufen ließen. Das hatte phasenweise schon was von Borussia, dem BVB und Barca :-) - eine wahre Freude halt.
Drei Partien waren allerdings sehr eng, und das nicht, weil der Gegner übermächtig war, sondern sich der ASV selber oder fast selber geschlagen hat. Das Spiel in Venn ging unglücklich verloren: nach einer schwachen Anfangsphase riss man das Ruder an sich, bekam aber den Ball nicht im Tor unter. Die Partie in Geistenbeck drohte zu kippen, nachdem der ASV in Halbzeit eins alles im Griff hatte, doch zu nachlässig wurde sowie das Spiel beim PSV, dem Team, welches neben Venn unsere Mannschaft am meisten gefordert hat. Wäre es dort auf und neben dem Platz ruhiger gewesen, ein absolutes Top-Spiel. In allen Partien war der ASV das bessere Team, bis auf das Spiel gegen Hockstein. Das einzige Spiel, in dem nichts, aber auch gar nichts gelang. Doch es gibt ja noch ein Rückspiel.
Die Begegnungen gegen Mennrath, Hochneukirch sowie Vikt. Rheydt sollen und dürfen nicht als Maßstab gelten - die engen Spiele zeigen, auf welchem Stand die Mannschaft ist. Die Rückrunde wird zeigen, ob sich die Höhenkicker zu Recht an der Tabellenspitze wiederfinden, denn als Gejagter lebt es sich meist schwerer. Die Mannschaft hat jedoch begriffen, daß sie über 60 Minuten hochkonzentriert bleiben muss, über 60 Minuten eine extrem hohe Laufbereitschaft aufbringen muss, ohne allerdings die gute spielerische Basis und Ordnung zu verlieren. Wenn man diese Tugenden auch in der Rückrunde konservieren kann, ist die Meisterschaft greifbar nahe - doch dazu bedarf es noch weiterer 9 sehr schwerer Spiele, um dieses Ziel zu erreichen.
Ansätze für die Weiterentwicklung aller gibt es nach jedem Spiel und in jedem Training genug. Daran wird weiter hart gearbeitet und es ist eine Freude, wie die Kids dabei mitziehen. Dass sie begriffen haben, worum es geht, konnte man in dem tollen Spiel gegen Meer beobachten. Das war nahezu perfekter Jugendfußball. Doch ein Team ist immer nur so gut, wie es der Gegner zu lässt, und in welcher Verfassung man selber ist. Es gibt keinen Grund, auch nur einen Gegner zu unterschätzen und vor allem keinen Grund, sich selber zu überschätzen. Doch das bodenständige Trainerteam wird schon im bodenständigen Süchteln daran arbeiten, dass auch die Spieler bodenständig bleiben.
In diesem Sinne wünschen wir unseren Gegnern, unseren Spielern und der tollen Elternschaft der D2 ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in ein spannendes Jahr 2012.
Euer Trainerteam um Micha, Günni und Thomas




